Ess- und Fütterstörung bei Säuglingen und Kleinkindern

Treten trotz angemessenem Nahrungsangebot und ohne Vorliegen einer organischen Ursache Probleme bei der Nahrungsaufnahme auf, die länger als vier Monate andauern, könnte es sich um eine Fütterstörung handeln. Ein anderer Hinweis könnte eine deutlich verlangsamte Nahrungsaufnahme sein von länger als 45 Minuten pro Mahlzeit. Die Nahrungsaufnahme, speziell das Essen, wird dann oft von Eltern und Kind als Belastung empfunden. Oft treten Fütterstörungen in  Kombination mit Gedeih- , Schrei- und Schlafstörungen auf und zeigen sich durch Probleme beim Übergang vom Stillen zur Flaschennahrung oder der Einführung von Breikost. Sowohl ein extrem wählerisches Essverhalten, als auch die Verweigerung von Nahrung sind mögliche Symptome. Ursächlich können Intubation, Frühgeburt oder Sondenernährung dafür verantwortlich sein.

Ziel der logopädischen Therapie ist es, eine ausreichende Versorgung des Kindes mit Nahrung sicherzustellen. Desweiteren soll die Essensaufnahme wieder freudig und entspannt für alle Beteiligten ablaufen können. Wir unterstützen Sie und Ihr Kind gerne auf dem Weg zu einem genussvollen Essverhalten, denn Essen ist ein Stück Lebensqualität!

Wir bieten Beratung und Therapie bei:
-    Saug- und Trinkschwäche
-    Nahrungsverweigerung
-    Konsistenzwechsel (z. B. Stillen zur Breikost)
-    Aufbau von oraler Kost nach einer Sondenernährung

Orofazialstörung

Die Kinder können wie bei einer Fütterstörung Probleme bei der Nahrungsaufnahme zeigen. Der Grund hierfür ist jedoch eine neurologische und / oder organische Ursache, wie postnatale Schädigungen, verschiedene Syndrome (z. B. Down-Syndrom) oder infantile Cerebralparesen (ICP). Störungen bei der Nahrungsaufnahme zeigen sich dann beim Saugen, Abbeißen, Schlucken oder beim Ablecken. Häufig sind die Sensibilität und Reflexe im Mundraum beeinträchtigt.

Ziele dieser Therapie sind die Gewöhnung an orale Nahrung in verschiedenen Konsistenzen, Unterstützung beim Saugen / Kauen und Schlucken, sowie die Normalisierung der Muskelkraft und Reflexe im Mund-/ Halsbereich = orofaciale Eutonisierung.

Lassen Sie sich von uns unverbindlich beraten!

Mögliche Ursachen:

  • Frühgeburt
  • Angeborenes, fehlerhaftes Schluckmuster
  • Unphysiologische Kopf- und Körperhaltung
  • Dauerhafte Mundatmung
  • Vergrößerte Mandeln, vergrößerte Polypen
  • Daumenlutschen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Lippen-Kiefer-Gaumen-Segelspalten
  • Angeborene und erworbene Hirnschädigungen
  • Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich

(Quelle: dbl e.V., 2014)